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PROMS - Was ist das?

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Was sind eigentlich PROMs?

Patient-Reported Outcome Measures (PROMs) sind Fragebögen, mit denen die Auswirkungen von Symptomen, Funktionsstatus und gesundheitsbezogener Lebensqualität aus der Perspektive der Patienten erfasst werden können
(Ballenberger, 2025, S. 420).
Auf diese Weise wird der Komplexität von Gesundheit und Krankheit Rechnung getragen.

PROMs ermöglichen es Patient:innen, selbst ihren Gesundheitszustand zu bewerten – ohne subjektive Fehlinterpretation durch medizinisches Fachpersonal
(Supp & Mager, 2023, S. 26).
Nur weil jemand nach objektiven medizinischen Parametern als „krank“ gilt, bedeutet das nicht, dass diese Person sich selbst auch so fühlt.

Warum sind PROMs wichtig?

Je zufriedener ein Patient mit der Therapie ist, desto höher ist in der Regel die Adhärenz – also die Therapietreue. Eine bessere Adhärenz führt wiederum zu besseren Langzeitergebnissen und kann langfristig sogar Therapiekosten senken
(Jester et al., 2003, S. 834).

Dies ist ein zentraler Grund, warum neben objektiven Messwerten auch die subjektive Sichtweise der Patient:innen berücksichtigt werden sollte.

Das biopsychosoziale Modell

Aus diesen Überlegungen entstand das sogenannte biopsychosoziale Modell, das 1977 von George Engel eingeführt wurde
(Bucher-Dollenz et al., 2008, S. 40).

Engel kritisierte das biomedizinische Modell als unzureichend, um die Komplexität von Gesundheit und Krankheit vollständig zu erklären. Gesundheit ist laut ihm nicht allein durch biochemische Prozesse erklärbar, sondern unterliegt einer Vielzahl von Faktoren – psychischen, sozialen und klinischen.

Nicht jede Krankheit wird gleich erlebt.

Es braucht daher valide Messinstrumente, um der individuellen Wahrnehmung von Gesundheit gerecht zu werden und den Menschen in seiner Gesamtheit zu betrachten
(Bucher-Dollenz, 2008, S. 40).

PROMs und das ICF-Modell

Ein weiterer wichtiger Bezugsrahmen ist die International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF), die seit 2001 in Deutschland auf regionaler und nationaler Ebene eingeführt wurde.

Auch die WHO verwendet die ICF zur Klassifikation des Gesundheitszustands von Individuen
(Leonardi et al., 2022).

Die ICF umfasst nicht nur die körperliche Struktur- und Funktionsebene, sondern auch eine Aktivitäts- und Partizipationsebene. Sie erlaubt eine umfassende Betrachtung der Person im Sinne des biopsychosozialen Modells – jenseits rein biomedizinischer Diagnosen.

PROMs in der Praxis

PROMs eignen sich hervorragend, um patientenbezogene Daten im Rahmen einer ICF-gestützten Therapie zu erfassen. Sie fragen gezielt nach Elementen wie Aktivität und Teilhabe und können somit gezielt therapeutisch genutzt werden.

Über den gesamten Therapieverlauf hinweg lässt sich mit PROMs dokumentieren, wie Patient:innen ihren Gesundheitszustand subjektiv wahrnehmen.

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